Was ist Video on Demand (VOD)?

Der digitale Wandel lässt Nutzer das eigene TV-Programm unabhängig von der Tageszeit bestimmen.

Begrenzte Programmauswahl und feste Sendezeiten der alten Fernsehepoche gehören seit dem erdrutschartigen Siegeszug von sogenannten VoD-Anbietern der Vergangenheit an. Video on Demand erlaubt Film- und Serienfreunden individuellen Zugriff auf eine Online-Bibliothek von alten Klassikern, neuen Kinohits und inzwischen sogar Eigenproduktionen einiger Anbieter. Streaming von maßgeschneiderten Inhalten über den Internetanschluss auf vernetzte TVs, Computerbildschirme oder Mobilgeräte ist der Hauptpfeiler des neuen Geschäftes. Der Endnutzer steigt dank dieses Konzeptes zum eigenen Programmdirektor auf und bestimmt, was auf dem Flachbildfernseher zu Hause läuft.

Flexibilität und eine schmackhafte Mischung aus alten und neuen Titeln für Groß und Klein runden die Pakete ab. Die technischen Hürden fallen gering aus, denn internetfähige Endgeräte sind quasi in jedem Haushalt vorhanden. Zur Not lässt sich technisch angestaubtes Inventar per USB-Stick (Chromecast, Fire TV) ans Internet anbinden. Zahlreiche Spielkonsolen und Streaming-Boxen gewähren ebenfalls Zugang zu der schönen, neuen Welt der digitalen Unterhaltung.

Filme online zu Schnäppchenpreisen

Gegen die sich ausbreitenden Online-Giganten Amazon, Netflix  und Maxdome konnten herkömmliche Videotheken wenig ausrichten. Die Verdrängung vom Kerngeschäft gilt inzwischen als abgeschlossen. Grund ist dafür nicht nur die wachsende Verfügbarkeit von Breitbandinternet, sondern auch das kolossale Angebot der großen Anbieter am Markt. Mittels Flatrates, festen Einzelpreisen für den direkten Kauf oder kurzfristiger Miete gilt hochwertiges TV-Entertainment inzwischen als spottbillig. Häufig dient eine monatliche Gebühr im Bereich von 8 bis 13 Euro als Grundlage für den Zugriff auf die Filmdatenbank. Der Pool an verfügbaren Titeln fällt gigantisch aus, ist aber zugleich nicht immer aktuell.

Die Auswahl der Filme online sowie deren Qualität variiert zwischen den VoD-Anbietern spürbar. Als besondere Highlight finden sich teils relativ neue Kinofilme der letzten Jahre und exklusiv eingekaufte Serien. Das derzeitige Angebot kann von Saison zu Saison schwanken. Interessenten müssen sich also im Vorhinein informieren, welches Gesamtpaket und welche Serien ihnen am meisten zusagen. Oftmals existieren zahlreiche Überschneidungen unter den Konkurrenten. Als Alleinstellungsmerkmal vermarkten daher Amazon Prime Video und der amerikanische Marktführer selbst produzierte Serien wie „Orange is the New Black“ oder „Mad Dogs“.

Angebotsvielfalt bei VoD sorgfältig prüfen

In der vermeintlichen Vielfalt liegen aber auch unvorhergesehene Gefahren. So kommt es vor, dass Staffeln der Lieblingsserie nicht durchgehend zur Verfügung stehen. Vergleichbare Probleme treten gelegentlich auch im Filmbereich auf. Hinzu kommen diverse Vorlieben bezüglich der visuellen und akustischen Qualität sowie der Hang einiger Fans zu Inhalten mit originaler Vertonung. Manche Angebote sind in originaler Sprachausgabe oder zumindest mit Untertiteln erhältlich. Während einfache SD-Titel zwar rechnerisch am günstigsten ausfallen, ist HD-Material meist für nur einen geringen Aufpreis zu haben und daher zu bevorzugen. Hochauflösende 4K-Varianten sind dagegen nur bei neuen Produktionen anzutreffen. Viele Abspielgeräte verfügen schlicht nicht über die passende Auflösung – ein derzeit noch natürlicher Engpass und Grund für die nur langsam ansteigende Nachfrage. Netflix   selbst setzt primär auf eine reine Flatrate ohne Einzelkäufe oder die Vermietung.

Amazon Prime und Maxdome fahren hingegen mehrgleisig. Ein fester Grundstock an Filmen und Serien wird durch ein Abo abgedeckt. Besondere Juwelen sowie Neuerscheinungen gibt es nur gegen Mietgebühr für begrenzte Zeit oder zum Vollpreis in unterschiedlicher Qualität zu erwerben. Zu den ebenfalls sehr beliebten Kriterien bei der VoD-Auswahl gehört Multi-Streaming. Hier dürfen gleichzeitig mehrere Endgeräte über ein Abo bedient werden.

Neueinsteiger sollten auf jeden Fall kostenlose Probezeiten in Anspruch nehmen, um den ausgewählten Dienst genauestens zu prüfen. Nur so lässt sich der beste Anbieter für die eigenen Vorlieben langfristig auswählen. Amazon koppelt sein Angebot derzeit mit dem Premiumdienst Prime gegen eine Vorauszahlung für ein volles Jahr Laufzeit. Alternative Streaming-Dienste bieten dagegen unter anderem monatlich kündbare Abonnements an und somit ein Plus an Flexibilität gegenüber dem Kunden.

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