Die Synology DiskStation ist in wenigen Schritten einsatzbereit — Festplatten einbauen, DSM installieren, Konto anlegen, fertig. Diese Anleitung zeigt dir den gesamten Prozess am Beispiel der DS218+.
Was soll der NAS nach der Einrichtung können?
Bevor du loslegst, lohnt es sich kurz zu überlegen welche Funktionen du brauchst. Ich habe mir folgendes vorgenommen:
- Festplatten einbauen und den DiskStation Manager installieren
- Benutzerkonten anlegen für Familie oder Mitbewohner
- Ordnerstruktur anlegen mit gemeinsamen Ordnern: Musik, Filme, Fotos, Scan, Austausch
- NAS im Windows Explorer einbinden für einfachen Zugriff
Als Bonus schauen wir uns später noch Video Station, Synology Drive und Plex an.
Hinweis
Schritt 1: Festplatten einbauen und DiskStation Manager installieren
Hardware
Bevor du den DiskStation Manager installieren kannst, müssen die Festplatten eingebaut werden. Synology hat eine Kompatibilitätsliste — beim DS218+ gehen Festplatten bis max. 10 TB.
Ich habe mich für die Western Digital Red 4 TB entschieden. Wichtig: Bei RAID 1 hast du mit 2×4-TB-Festplatten trotzdem nur 4 TB nutzbaren Speicher, weil die zweite Platte als Spiegel dient. Mehr zu den RAID-Varianten findest du im RAID-Ratgeber.
Das Einbauen ist einfach: Rahmen herausziehen, Festplatte ohne Schrauben einrasten, Rahmen zurückschieben, Abdeckung schließen.
Festplattenrahmen entnehmen
Die Festplattenrahmen aus dem NAS-Gehäuse herausziehen.

Festplatte im Rahmen befestigen
Die Festplatte ohne Schrauben in den Rahmen einsetzen und einrasten.

Rahmen einschieben
Den befüllten Rahmen wieder in das Festplattenfach schieben.

Abdeckung anbringen
Die Abdeckung des NAS schließen.

NAS anschließen
Den NAS mit dem Modem oder Switch verbinden und die Stromversorgung anschließen.

Software
Öffne jetzt einen Webbrowser auf deinem PC (muss im gleichen Netzwerk sein) und gib in der Adressleiste ein:

Klicke auf Verbinden, bestätige den Lizenzvertrag mit OK und klicke anschließend auf Einrichten.


Im nächsten Fenster klickst du auf DiskStation Manager (DSM) installieren und bestätigst, dass alle Daten auf den Festplatten gelöscht werden.


Die Installation läuft durch — laut Anzeige dauert es 10 Minuten, bei mir war es nach 2 Minuten erledigt.


Administrator-Konto anlegen
Nach dem Neustart richtest du das Administrator-Konto ein. Über dieses Konto verwaltest du alle weiteren Einstellungen und Benutzer.
- Servername: Der Name deines NAS im Netzwerk — er erscheint später im Windows Explorer.
- Benutzername: Ich empfehle den eigenen Vornamen kleingeschrieben, ohne Sonderzeichen.
- Passwort: Unbedingt Sonderzeichen, Zahlen und Groß- und Kleinschreibung verwenden.

Beim Update-Setting empfehle ich “Mich über DSM-Aktualisierungen informieren und ich installiere sie manuell”. So weißt du immer, was sich ändert, bevor du aktualisierst.

QuickConnect
QuickConnect ermöglicht den Zugriff auf deinen NAS von unterwegs. Ich überspringe diesen Schritt hier — du kannst QuickConnect jederzeit nachträglich im DSM einrichten.

Die empfohlenen Pakete überspringen wir ebenfalls — die Apps richten wir in einem späteren Teil gezielt ein.

Benutzeroberfläche des DiskStation Managers
Beim ersten Start wirst du durch ein paar Tipps geführt und kannst optional die Geräteanalyse aktivieren.


Die DSM-Hilfe erscheint standardmäßig bei jeder Anmeldung. Falls du das nicht möchtest, hak “Hilfe zu DSM nicht bei jeder Anmeldung automatisch starten” ab und bestätige mit OK.

Jetzt siehst du den Desktop des DiskStation Managers — von hier aus läuft alles.

Im zweiten Teil richten wir Benutzerkonten und die Ordnerstruktur ein und binden den NAS in den Windows Explorer ein.